Augenfarben beim Beauceron – Standard & Fehlfarben - Beauceron Standard: Merkmale & Rassestandard | Berger de Beauce Schweiz - Beauceron – Rasse für aktive Hundebesitzer in der Schweiz - SKBF

Augenfarbe beim Beauceron

Augenfarbe gemäss FCI-Standard Nr. 44 und ihre genetischen Grundlagen

Die Augen prägen den rassetypischen Ausdruck des Beaucerons. Der FCI-Standard verlangt eine möglichst dunkle Augenfarbe, die mit der kräftigen Pigmentierung harmoniert. Helle Augen verändern den typischen Ausdruck deutlich und gelten – mit Ausnahme des Harlekins – als schwerwiegender Fehler.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Regenbogenhaut soll dunkelbraun sein.
  • Sie darf niemals heller als dunkelhaselnussbraun sein.
  • Auch bei aufgehelltem Brand bleiben dunkle Augen vorgeschrieben.
  • Beim Harlekin sind verschiedenfarbige Augen zulässig.
  • Zu helle oder verschiedenfarbige Augen sind bei allen anderen Farbvarianten disqualifizierend.

Vorgaben des FCI-Standards

„Horizontalliegend von leicht ovaler Form. Regenbogenhaut soll dunkelbraun, aber nie heller als dunkelhaselnussbraun sein, auch wenn der Brand aufgehellt ist. Für den Harlekin ist das verschiedenfarbige Auge erlaubt.“

Als disqualifizierenden Fehler nennt der Standard:

„Zu helle Augen oder verschiedenfarbige Augen (ausser beim Harlekin).“

Welche Augenfarbe ist beim Beauceron normal?

Bei schwarz-lohfarbenen Beaucerons mit vollständiger Pigmentierung sind dunkelbraune Augen der Normalfall. Sie prägen den ruhigen, aufmerksamen und selbstbewussten Ausdruck der Rasse.

Blaue, bernsteinfarbene oder sehr helle Augen sind beim Beauceron selten und haben meist genetische Ursachen. Deshalb spielen sie sowohl bei der Zucht als auch bei der Exterieurbeurteilung eine wichtige Rolle.

Gut zu wissen

Die Augenfarbe wird nicht isoliert beurteilt. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Pigmentierung von Augenlidern, Nase, Lefzen und Fell. Eine harmonische Pigmentierung trägt wesentlich zum rassetypischen Ausdruck des Beaucerons bei.

Augenfarbe und Genetik

Die Augenfarbe des Beaucerons wird durch das Zusammenspiel mehrerer Gene bestimmt. Sie beeinflussen die Pigmentbildung und stehen teilweise auch mit der Fellfarbe in Zusammenhang. Besonders beim Harlekin spielen genetische Besonderheiten eine wichtige Rolle.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Gene die Augenfarbe beeinflussen, weshalb unterschiedlich gefärbte Augen beim Harlekin zulässig sind und welche Bedeutung eine gute Pigmentierung für den rassetypischen Ausdruck und die Zucht des Beaucerons hat.

Infografik des SKBF/CSAB mit den wichtigsten Vorgaben des FCI-Standards zur Augenfarbe des Beaucerons. Dargestellt sind dunkelhaselnussbraune bis dunkelbraune Augen als Ideal, verschiedenfarbige Augen beim Harlekin als zulässig sowie zu helle Augen und Heterochromie bei anderen Farbvarianten als zuchtrelevante Fehler beziehungsweise Disqualifikationsgründe.

Genetische Grundlagen der Augenfarbe

Die Augenfarbe des Beaucerons wird – wie Fellfarbe sowie die Pigmentierung von Haut und Nase – genetisch bestimmt. Entscheidend ist vor allem die Menge und Verteilung des Pigments Melanin in der Iris. Mehrere Gene wirken dabei zusammen und bestimmen die endgültige Augenfarbe.

1. Melanin als Hauptfaktor

Die Augenfarbe wird – wie Fellfarbe und Hautpigment – vor allem durch das Pigment Melanin bestimmt. Je mehr Eumelanin in der Iris eingelagert wird, desto dunkler erscheinen die Augen. Beim Beauceron sind dunkelhaselnussbraune bis dunkelbraune Augen erwünscht.

Wird weniger Melanin eingelagert, entstehen hellere Augenfarben. Dazu gehören bernsteinfarbene, gelbliche oder grünliche Augen sowie – bei besonderen genetischen Voraussetzungen – blaue Augen.

Bedeutung für den Beauceron

Bei normal pigmentierten schwarz-lohfarbenen Beaucerons sorgt eine hohe Eumelanin-Einlagerung für die rassetypischen dunklen Augen. Helle Augen sind meist die Folge einer verminderten Pigmentierung oder besonderer genetischer Voraussetzungen. Mit Ausnahme des Harlekins entsprechen sie nicht dem FCI-Standard.

Infografik des SKBF/CSAB zu den wichtigsten genetischen Einflussfaktoren auf die Augenfarbe beim Hund. Erläutert werden B-Lokus (TYRP1), D-Lokus (MLPH), Merle-Gen (PMEL), ALX4-Gen und KITLG-Gen mit ihrer Wirkung auf Pigmentierung sowie Beispielen für braune, bernsteinfarbene, gelbe, blaue und teilblaue Hundeaugen.

Warum entstehen hellere Augen?

Die Augenfarbe wird nicht allein durch die Gene bestimmt, sondern vor allem durch die Menge an Melanin, die in der Iris eingelagert wird. Je geringer diese Pigmenteinlagerung ist, desto heller erscheint das Auge.

Ursachen hellerer Augenfarben

Wird weniger Melanin in der Iris eingelagert, wird das Licht stärker gestreut. Dadurch können die Augen bernsteinfarben, gelblich oder – in besonderen genetischen Konstellationen – blau erscheinen.

Wie viel Pigment gebildet wird, hängt vom Zusammenspiel mehrerer Gene ab. Bestimmte Genkombinationen, etwa eine braune Fellfarbe in Verbindung mit einer Farbverdünnung (Dilution), können den Effekt zusätzlich verstärken.

Zusammengefasst

Dunkelbraune bis dunkelhaselnussbraune Augen entstehen durch eine hohe Konzentration von Eumelanin in der Iris und entsprechen dem rassetypischen Ausdruck des Beaucerons.

Bernsteinfarbene, gelbliche oder blaue Augen sind die Folge einer verminderten oder veränderten Pigmenteinlagerung. Daran können verschiedene Gene beteiligt sein, darunter der B-Lokus (Braun), der D-Lokus (Dilution) und das Merle-Gen. Daneben gibt es weitere Gene, darunter ALX4 und KITLG, die an der Entwicklung und Pigmentierung der Iris beteiligt sein können.

Infografik des SKBF/CSAB zu den genetischen Einflüssen auf die Augenfarbe beim Hund. Erklärt werden B-Lokus (TYRP1), D-Lokus (MLPH), Merle-Gen (PMEL), ALX4-Gen, KITLG-Gen und der normale Pigmentstatus. Die Grafik zeigt deren Einfluss auf die Pigmentierung sowie mögliche Augenfarben wie bernstein, gelb, blau, teilblau und dunkelbraun.

Merke

Die Augenfarbe des Beaucerons wird durch das Zusammenspiel mehrerer Gene bestimmt. Der FCI-Standard fordert dunkelhaselnussbraune bis dunkelbraune Augen. Nur beim Harlekin sind verschiedenfarbige Augen zulässig. Helle Augen entstehen durch eine verminderte Pigmenteinlagerung in der Iris und können unter anderem mit genetischen Varianten wie Merle, Braun oder Dilution zusammenhängen.

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